MDR1-Defekt Test / Medikamentenunverträglichkeit

MDR1-Defekt Test / Medikamentenunverträglichkeit
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Multi Drug Resistance Gen 1 (MDR1) Wissenswertes über den MDR1 Defekt: Der MDR1-Defekt... mehr
Produktinformationen "MDR1-Defekt Test / Medikamentenunverträglichkeit"

Multi Drug Resistance Gen 1 (MDR1)

Wissenswertes über den MDR1 Defekt:
Der MDR1-Defekt wird heute mit vielen Hunderassen in Verbindung gebracht. Er löst, eine Unverträglichkeit zu verschiedene Medikamenten oder Substanzen die z.B. in Antiparasitikums verwendet werden, aus. Derzeit sind neben Ivermectin auch andere Substanzen bekannt die nach Verabreichung, bei den vom Defekt "betroffenen" Tieren, Komplikationen auslösen können. Da der "Träger" dieser genetischen Disposition in der Regel nicht erkrankt (zeigt keine Symptome) bleibt dieser Defekt oft unentdeckt. Man geht davon aus dass ein einziger Hund, der Mitte des 19. Jahrhunderts gelebt hat, maßgeblich an der Entstehung und Stabilisierung des Defekts beteiligt war. Somit konnte er sich in der in der gesamten Hundepopulation verbreiten.

Neben Collies und deren verwandten Rassen wird auch in anderen Hunderassen diese genetische Disposition beobachtet ( u.a. Australian Shepherd, English Shepherd, Shetland Sheepdog, Bobtail-Old English Sheepdog, Border Collie, Weißer Schäferhund, Wäller eine Kreuzung aus Briard und Australian Shepherd). Im Rahmen moderner diagnostischer Möglichkeiten, können Hunde heute mit einem Gentest auf diesen genetischen Defekt untersucht werden. Somit ist der Test eine sinnvolle Vorsorge Untersuchung für das Tierwohl.

Auswirkungen:
Durch den Gendefekt kann es zu einer Überempfindlichkeit des Hundes gegenüber bestimmten Arzneistoffen oder chemischen Substanzen kommen. Die Folge können Komplikationen in der medizinischen Versorgung/Behandlung des Hundes sein. Diese neurotoxischen Nebenwirkungen können so strak sein das sie bis zum Tod des Hundes führen können. Hat man jedoch Kenntnis darüber ob ein Hund „Betroffen“ (wird Symptome zeigen) oder „Träger“ (zeigt keine Symptome) ist, können Hundehalter und Tierarzt sich auf diese besondere genetische Disposition einstellen.Hundehalter und Tierarzt können, geeignete Maßnahmen überdenken, um in einer medizinischen Behandlung, unerwarteten Komplikationen entgegen zu wirken. In einer Zucht sollte der Status der zu verpaarenden Hunde bekannt sein um die Verbreitung des Defekts einzudemmen. Der Test ist im Sinne des Tierwohls sinnvoll. Zum einen um es vor medizinischen Kompikationen zu bewaren und zum anderen die Verbreitung der als "Betroffen" und als "Träger" eingestuften Tiere einzudemmen. Mischlinge können wie reinrassige Hunde davon betroffen sein.

Erklärung:
Das MDR1-Gen ist für die Herstellung eines für den Stoffaustausch wichtigen Proteins verantwortlich, welches in verschiedenen Organen wie Gehirn, Leber und Nieren zu finden ist. Dieses Protein spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Blut-Hirn-Schranke.

Durch eine Mutation, die in dem betroffenen Gen vorliegt, kommt es zu einer fehlerhaften Synthese des Eiweißproteins (P-Glykoprotein). Dieses Transportprotein übernimmt im normalen Fall die Aufgabe körperfremde Stoffe, wie zum Beispiel Arzneistoffe, an sich zu binden und diese aus den Zellen zurück in den Blutkreislauf und damit aus dem Körper zu führen. Somit schützt diese Barriere, die zwischen den Hirnblutgefäßen und dem Hirnnervengewebe liegt, das Gehirn. Sie verhindert, dass sich toxische Verbindungen und Arzneistoffe (z.B. Ivermectin) dauerhaft im Gehirn anreichern können. Ist ein Hund nun von einem MDR1-Defekt betroffen, funktioniert diese Schutzfunktion des „Transporters“ nicht mehr richtig.

Hunderassen im Test:
Wir können den Test für alle reinrassigen Hunderassen und deren Mischinge anbieten.
Die Analyse wird durch unser Partnerlabor durchgeführt.

Probenentnahme:

Wird über einen Schleimhautabstrich gewonnen. Testunterlagen und Tupfer werden zur Verfügung gestellt.

Analyseergebnis:
Normal-nicht betroffen (homozygot normal):
Der Hund ist reinerbig und trägt den Defekt nicht. Er hat zwei normale (gesunde) Erbanlagen. Er ist nicht vom untersuchten genetischen Defekt betroffen. Die Gendefekt kann nicht an die nächste Generation vererbt werden.

Merkmalsträger (heterozygot):
Der Hund trägt zwei unterschiedliche genetische Informationen. Er ist mischerbig. Er hat eine normale und eine defekte (mutierte) Erbanlage. Für die nächste Generation der Nachkommenschaft bedeutet das:
Im Durchschnitt erhalten 50% der Nachkommen die defekte (mutierte) Erbanlage. Träger der Erbanlage zeigen keine Symptome des Defekts.

Betroffen (homozygot betroffen):
Der Hund trägt zwei defekte (mutierte) Erbanlagen. Symptome des Gendefekts werden sich ausbilden. Nachkommen dieses Hundes werden alle eine defekte (mutierte) Erbanlage erhalten.

Erbgang:
Die Vererbung ist autosomal-rezessiv („nicht in Erscheinung tretend“). Die Erbanlage ist von Geburt an vorhanden und nachweisbar. Genetische Dispostionsmöglichkeiten siehe Analyseergebnis.

Bearbeitungsdauer:
Die Bearbeitungszeit beträgt 3-4 Wochen. Diese Angabe bezieht sich auf den Zeitpunkt, an dem die Probe sowie alle Auftragsformulare dem Labor vorliegen.

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